Untitled (a Railing growing through Stones or vice versa)

2022
Stahl, Gneis Findlinge
130 x 450 x 120 cm

Peccia, Vallemaggia, Tessin, Schweiz
Ortsbezogene Installation im Zentrum von Peccia, mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Lavizzara, als Grundstein für den geplanten Skulpturenpark
 
Wir kennen das Phänomen von Bäumen, die Stangen und Felsen oder andere Hindernisse umwachsen. Dass Findlinge dasselbe können, ist nicht bekannt.
Die Arbeit von Vanessa Henn steht am Rand vielbenützter Parkfelder, unmittelbar vor einem zum Bach abfallenden Bord. Die Künstlerin verwirklicht eine Fiktion. Tatsächlich durchbohrt das pinkfarbene, leicht verbogene, eigens neu angefertigte Geländer zwei Findlinge, einen im Erdreich verhafteten grossen Brocken und einem zweiten kleineren, hängenden Stein. Wer wen hält ist nicht eindeutig, das Geländer die Steine oder verhält es sich umgekehrt? Und wodurch gerieten die Metallstützen in Schieflage? Drücken die Steine oder fand hier ein heftiger Aufprall statt? Möglich wäre das eine wie das andere. Beides Ideen der künstlerischen Intervention, die absichtlich verwirrt.
 


Marie Therese Bätschmann